Tschechische Republik 2008, 68 min
Regie: Jana Ševčíková
Originalfassung mit englischen Untertiteln, Dokumentarfilm
In ihrem Dokumentarfilm berichtet Regisseurin Jana Ševčíková von Familien in der armenischen Stadt Gyumri, wo nach einem großen Erdbeben im Dezember 1988 mehr als 25.000 Menschen ums Leben kamen. Ein Drittel der Toten waren Kinder. Jana Ševčíková besucht die Familien der toten Kinder und die nachgeborenen Geschwister, die heute ihr Abitur machen. Ganze Schulklassen verbrachten ihre Kindheit im Schatten der Toten, häufig tragen die Abiturenten sogar die Namen der älteren Geschwister, die sie nie persönlich kennen gelernt haben. Noch schwieriger als für die Familien der Toten ist das Leben wohl nur für einen Taxifahrer, dessen Sohn verschollen ist, und der noch immer hofft, dem Sohn eines Tages wiederzubegegnen.
Gäste: Dr. med. Meryam Schouler-Ocak (Oberärztin der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus und Traumatherapeutin), Dr. Christina Frankenberg (Programmleiterin, Czechpoint-Tschechisches Zentrum Berlin)
Berlin-Premiere