Im Mai 2008 gründete eine Gruppe südafrikanischer Filmschaffender die Initiative Filmmakers Against Racism (FAR), um eine Reihe von Dokumentarfilmen und kurzen Spots gegen Fremdenhass zu produzieren und damit Stellung gegen die erschreckende Welle rassistischer Übergriffe zu beziehen, die mehr als zehn Tage lang in Südafrika gewütet hatte.
In einem Interview erklärte Gründungsmitglied Desai das gemeinsame Ziel der Initiative: „Meine Kollegen und ich haben dieses Kollektiv gegründet, um die Geschehnisse jener Tage zu dokumentieren. Wir wollten verstehen, woher die fremdenfeindliche Haltung der Menschen hier kommt, warum sie das Recht zu haben glauben, anderen Menschen Leid zuzufügen, und weshalb sie wollen, dass Ausländer das Land verlassen. Außerdem möchten wir mit den Dokumentarfilmen daran erinnern, dass wir lange und hart darum gekämpft haben, die brutalen Kräfte des Rassismus in Südafrika zu überwinden. Wir können nicht zulassen, dass der Rassismus uns erneut besiegt.“ (Katalog Berlinale/Internationales Forum des jungen Films 2009)
ONE WORLD BERLIN zeigt vier dieser Arbeiten: Affectionately Known as Alex, Congo My Foot, Martine und Thandeka und The Burning Man - Ernesto Alfabeto Nhamuave.
Zu Gast: Thabo Thindi (Filmemacher)
Gespräch in englischer Sprache, dt. Übersetzung bei Bedarf