Russland 2008, 31 min
Regie: Evgenyi Sumin
Original mit englischen Untertiteln, Dokumentarfilm
Als der russische Polizist Alexei Mikheev eines Abends im Jahre 1998 eine fremde Frau nach Hause fährt, ahnt er nicht, welche albtraumhafte Wendung sein Leben nehmen wird. Die junge Frau verschwindet, und er wird wegen Vergewaltigung und Mordes angeklagt. Beim Verhör wird er von der Polizei so grausam gefoltert, dass Mikheev zunächst Taten gesteht, die er nicht begangen hat und dann aus dem Fenster springt, um den Qualen ein Ende zu setzen. Er überlebt. Seine medizinische Behandlung wird verzögert, und Mikheev ist fortan von der Hüfte abwärts gelähmt. Dann taucht das Mordopfer wieder auf – unversehrt.
Mikheev kämpft entschlossen für sein Recht. Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof hat ihn als Opfer von Folter und Justizwillkür anerkannt und ihm die höchste Entschädigung bis dato – EUR 250.000,- zugesprochen. Innerhalb Russlands ist der Fall jedoch folgenlos geblieben.
Zu Gast: Peter Franck (Russlandgruppe amnesty international), Alexander Bosch (Polizeiexperte, amnesty international)
Moderation: Monika Neuner (Youth Human Rights Movement Berlin)
Deutschland-Premiere